Rumänien auf der viennacontemporary 2025 gestalt
11 - 14 SEPTEMBER 2025

Rumänien auf der viennacontemporary 2025

Ort:

Dieses Jahr unterstützt das Rumänische Kulturinstitut Wien ganze sieben rumänische Galerien bei ihrer Teilnahme an der 11. Ausgabe der Kunstmesse viennacontemporary, , die vom 11. - 14. September in der Messe Wien stattfindet.

Die rumänische Teilnahme im Jahr 2025 beinhaltet: 

- in dem Bereich GALLERIES: Galeria Catinca Tăbăcaru, Galeria Jecza, Sandwich, Galeria Sector 1, Suprainfinit;

- in dem Bereich EMERGING: Galeria Himera;

- in dem Bereich ZONE1: Cazul 101.

 

Die Galeria Catinca Tăbăcaru nimmt mit Werken von den KünstlerInnen Nona Inescu, Rachel Monosov, Terrence Musekiwa und Xavier Robles de Medina teil.

 

Nona Inescu (*1991) lebt, arbeitet und pendelt zwischen Berlin und Bukarest. Sie schloss im Sommer 2016 ihr Studium an der Nationalen Universität der Künste in Bukarest (Fakultät für Fotografie und Video) ab, nachdem sie am Chelsea College of Art & Design in London (2009-2010) und an der Königlichen Akademie der Schönen Künste in Antwerpen (2010-2011) studiert hatte. Ihre künstlerische Arbeit ist eine interdisziplinäre und beinhaltet Fotografien, Installationen, Skulpturen und Video-Werke. Basierend auf einer theoretischen und literarischen Perspektive, konzentrieren sich ihre Werke auf die Beziehung zwischen dem menschlichen Körper und seiner Umwelt. 

 

Rachel Monosov (*1987 in Sankt Petersburg, Russland) arbeitet im Bereich Performance, Fotografie, und erstellt Videoclips und Skulpturen. Durch die Vertiefung kultureller Vorstellungen von Entfremdung, territorialer Zugehörigkeit und Identität thematisiert sie eine wurzellose Gegenwart mit weitreichenden sozialen Auswirkungen. Rachel Monosov hat zwei Master-Abschlüsse in Kunst von der Königlichen Akademie der Schönen Künste (KASK) in Gent, Belgien, und einen Bachelor-Abschluss von der Bezalel Academy in Jerusalem, Israel.

 

Terrence Musekiwa kommt aus einer Familie mit einer lange Tradition im Bereich der Skulpturen. Im Alter von fünf Jahren begann er mit der Steinbearbeitung, wobei er zunächst seinem Vater half und sich später von der traditionellen Ästhetik entfernte. Obwohl jedes Werk mit der bekannten Steinmodellierung beginnt, werden die Arbeiten dann mit einer Vielzahl von Industrieobjekten wie Ketten, Kunststoffen, Leim und Harz kombiniert. Seine konzeptionelle Sprache führt einen Dialog über das zeitgenössische Simbabwe, seine Mechanismen, seine Politik, seine Mikro- und Makrohandelssysteme, seine Nöte und die magische Qualität, die das persönliche Leben der Menschen durchdringt. Musekiwa studierte an der National Gallery School of Zimbabwe, Harare (2013).

 

Xavier Robles de Medin ist ein repräsentativer Künstler aus Surinam, Südamerika. Als Enkel eines Malers und Bildhauers wurde er schon früh an die Kunst herangeführt. In seiner Freizeit sah er sich vor allem Disney-Zeichentrickfilme an und bewunderte die Impressionisten und Postimpressionisten in den Büchern seines Großvaters. Xavier zeichnet ihnen nach, er kopierte sie. Er studierte und schöpfte aus den medizinischen Büchern seines Vaters, um ein besseres Verständnis der menschlichen Form zu erlangen.

 

Die Galeria Jecza nimmt mit den Werken der KünstlerInnen Roman Cotosman, Tincuta Marin und Genti Korini teil.

 

Roman Cotosman (1935–2006) begann seine künstlerische Laufbahn in den 60er Jahren in Temeswar. Nach einem kurzen Ausflug in den abstrakten Expressionismus (Informel) wendet er sich ab 1962 endgültig der konstruktiven Kunst zu. 1968 schuf er sein erstes kinetisches Werk, Quaternar I, in der Fabrik Dermatina in Temeswar für die Biennale der konstruktiven Kunst in Nürnberg. Er war Gründungsmitglied der kinetisch-konstruktiven Gruppe 1.1.1. (1966–1969). Ebenfalls 1968 nahm er an der ersten Ausstellung abstrakt-konstruktiver Kunst in Rumänien teil - 5 KünstlerInnen aus Temeswar -, die von der Galerie Kalinderu in Bukarest veranstaltet wurde. 1970 ist Cotosman in die USA gezogen und lebte zunächst in New York und ab 1972 in Philadelphia, wo er bis zu seinem Lebensende lebte und schuf. Nach 1989 nahm wieder an Ausstellungen in Rumänien teil. 1995 hat er Rumänien auf der Venediger Biennale im National-Pavilion repräsentiert.

 

Tincuța Marin (*1995, Galați) lebt und arbeitet in Cluj-Napoca. Sie schloss ihr Masterstudium an der Universität für Kunst und Design in Cluj-Napoca ab. Ihre Werke wurden in den letzten Einzelausstellungen im Oratorio del Crociferi (Venedig), im CFHILL (Stockholm), in der Jecza Gallery (Temeswar) und im Kunstmuseum in Cluj-Napoca gezeigt. Sie hat auch an Gruppenausstellungen teilgenommen, die von der Plan Gallery (Berlin), dem Museum of Recent Art (Bukarest), dem Zina Project Space (Cluj-Napoca), der David Kovats Gallery (London) und der Secci Gallery (Florenz) organisiert wurden. In Zukunft wird sie im Rahmen der Ausstellung „Selbstporträt“ in der Plan B Gallery in Berlin ausstellen.

 

Der 1979 in Tirana, Albanien, geborene Genti Korini studierte Malerei an der Universität für Kunst und Design in Cluj-Napoca und hat einen Master-Abschluss in Grafikdesign und Malerei an der Universität der Künste in Tirana. Zu den ausgewählten Ausstellungen gehören "There Is No Place Like Home" in der Galerie Contemporaneo, Venedig, Italien, im Jahr 2007 und "Ephemeral Structures" in der Nationalen Kunstgalerie in Tirana. Im Jahr 2013 war er in Rumänien für die Ausstellung "The Object and It's Background" in der Galeria Jecza, Temeswar. Im Jahr 2014 eröffnete er die Ausstellung "Fragile Sense of Hope" im Collectors Room, Berlin.

 

Sandwich präsentiert Werke von den KünstlerInnen Kateryna Lysovenko, Andrei Tudoran und Anna Maria Zuzela.

 

Kateryna Lysovenko (*1989, Odessa) studierte an der Grekov-Kunstschule in Odessa und an der Nationalen Akademie der Schönen Künste und Architektur in Kiew. 2017-2018 besuchte sie einen Kurs für zeitgenössische Kunst an der Kyiv Academy of Media Arts und 2019 einen Kurs am Method Fund. Die Künstlerin analysiert die Themen Macht und Ideologie, sowie den Übergang von dem sowjetischen Regime zur Gegenwart. In ihren Kunstwerken erscheint häufig das Bild des Opfers, unabhängig vom ausgewählten Thema.

 

Andrei Tudoran, Absolvent der Nationalen Universität der Künste in Bukarest, setzte sein Studium an der Akademie der Schönen Künste in Poznan, Polen, fort und ist derzeit Dozent an der Abteilung für Malerei der UNA Bukarest. Sein Hauptanliegen ist es, die Spannungen zwischen kultureller Tradition und dem zeitgenössischen technologischen Umfeld zu erforschen, das die Bilderzeugung im gesamten sozialen Kontext demokratisiert hat. Er hat im Museum für zeitgenössische Kunst in Zagreb, in der Witte Gallery, Ulft, Niederlande, im Rahmen der Ausstellung „Three Shades of Romanian History“ und in der Rivaa Gallery, New York, im Rahmen der Ausstellung „Another East.Romanian Painting“ und 2020 im Nationalen Kunstmuseum von Rumänien im Rahmen der Ausstellung „Transformation - von Bukarest nach Danzig, von Danzig nach Bukarest“ ausgestellt. Auf der AnnArt hatte er 2019 eine Solo-Premiere, die bei Kritikern und Sammlern ein großer Erfolg war.

 

Anna Maria Zuzela wurde 1995 in Krakau geboren und ist Absolventin der Akademie für Sportwissenschaften, wo sie Tourismus und Erholung studierte. Im Jahr 2024 schloss sie ihr Studium der Malerei an der Akademie der Schönen Künste in Krakau unter der Leitung von Professor Witold Stelmachniewicz im Fach Malerei und Dr. Bogumił Książek im interdisziplinären Zeichnen ab. Sie erhielt das Rektor-Stipendium für das Studienjahr 2020/2021.

 

Die Sector 1 Gallery nimmt mit den Werken des Künstlers Lucian Popăilă teil.

 

Lucian Popăilă (*1991) arbeitet in Cluj und ist Absolvent des Fachbereichs Malerei an der Universität für Kunst und Design Cluj-Napoca. Derzeit wird er hauptsächlich von der Galerie Sector 1 in Bukarest vertreten. Seine Werke wurden in verschiedenen öffentlichen und privaten Räumen in Rumänien ausgestellt (Galerie Minerva in Cluj; Galerie Casa Matei in Cluj, Galerie Sector 1 in Bukarest; Brâncovenești Palaces in Mogoșoaia) sowie in der italienischen Galerie Doris Ghetta. Das Grundthema, das sich in allen Gemälden von Lucian Popăilă wiederfindet, ist - mal expliziter, mal versteckter - die Malerei selbst, genauer gesagt die Bildhaftigkeit, als grundlegendes Attribut dieser ehrwürdigen künstlerischen Ausdrucksform.

 

 Suprainfinit nimmt mit den Werken der KünstlerInnen Christian Jankowski und Larisa Sitar teil.

 

Christian Jankowski (*1968, Göttingen, Deutschland) lebt und arbeitet in Berlin. Er studierte an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg, Deutschland. Christian Jankowski erforscht die Kunst als eine Form der Kommunikation und nutzt dabei ein breites Spektrum an Medien - von zwischenmenschlichen Beziehungen über TV-Show-Humor bis hin zu modernen Massenmedien. Seine Arbeiten sind oft Performances - sowohl wörtlich als auch metaphorisch -, die als Performance-Aktionen und sorgfältig inszenierte Szenarien konstruiert sind. Oft arbeitet er mit unwissenden Teilnehmern zusammen, wie WahrsagerInnen, GrenzwächterInnen oder IllusionistInnen, die unfreiwillig zu Autoren seiner Werke werden.

 

Larisa Sitar (*1984 in Baia Mare) lebt und arbeitet in Bukarest. Sie schloss ihr Studium der Fotografie und des dynamischen Bildes an der Nationalen Universität der Künste in Bukarest ab. In ihrer Arbeit untersucht sie den Wandel der sozialen und kulturellen Landschaft im Zusammenhang mit der politischen Geschichte, dem sozioökonomischen Wandel, der technologischen Transformation und der Beziehung des Menschen zur natürlichen Umwelt. Sitar kombiniert eine breite Palette von Techniken und verbindet häufig digitale Prozesse mit traditionellen handwerklichen Methoden, um einen Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart zu schaffen. Ihre Installationen fungieren als kritische Reflexion über Erbe, Identität und vielschichtige Erzählungen, die in den physischen und architektonischen Raum eingebettet sind.

 

Himera präsentiert Werke von den Künstlerinnen Mihaela Coandă und Taisia Corbuț.

 

Mihaela Coandă (*1999) hat vor kurzem ihren Master-Abschluss in Malerei an der Universität für Kunst und Design in Cluj-Napoca gemacht, wo sie auch ihren Bachelor-Abschluss erhielt. Sie nahm an Gruppenausstellungen in Cluj-Napoca (Galeria Biju) und Temeswar (Galeria Jecza) teil und hatte eine Einzelausstellung in Sala Liviu Vlad, einem Ausstellungsraum in Cluj-Napoca. Die zarten Fantasiewesen von Mihaela Coandă schweben in ihren Aquarellen in einem Zustand der Schwerelosigkeit. Ihre Malerei strahlt Fantasie aus, in einem bizarren Universum.

 

Taisia Corbuț (*1997) ist eine visuelle Künstlerin deren Schaffen sich an der Schnittstelle zwischen visueller Poesie, Materialerkundung und Kulturgedächtnis befindet. Sie ist Absolventin der Universität für Kunst und Design in Cluj-Napoca und hat außerdem einen Studienaufenthalt an der Birmingham City University absolviert. Sie arbeitet mit Installationen, Skulpturen, Zeichnungen und experimentellen Medien, wobei sie ihre Werke oft durch vielschichtige Gesten und sorgfältige konzeptionelle Strenge konstruiert. Ihr Schaffen reflektiert Themen wie Identität, Sprache und eine stille Politik der Transformation.

 

Cazul101 präsentiert die Werke des Künstlers Fabian Reetz.

 

Fabian Reetz (*1997, Bad Salzungen, Deutschland) studierte an der Bauhaus-Universität in Weimar und ist derzeit Student an der Akademie der bildenden Künste in Wien unter der Leitung von Professor Iman Issa.

 

Ticket sind hier erhältlich.

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