BILD. TON. ’89. │Retrospektive Ausstellung auge
10 - 30 SEPTEMBER 2025 18:00

BILD. TON. ’89. │Retrospektive Ausstellung

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Vom 10. bis 30. September 2025 lädt euch das Rumänische Kulturinstitut Wien ganz herzlich zu der retrospektiven Ausstellung BILD. TON. ’89 ein. Die Vernissage ist am 10. September, um 18:00 Uhr, im RKI Wien.

            Die Ausstellung ist die internationale Erweiterung eines umfangreichen Projekts zur visuellen und künstlerischen Wiederbelebung der Erinnerung an die Revolution von 1989 und vereint Dokumentarfotografien, Archivbilder und zeitgenössische künstlerische Interventionen. Die kuratorielle Auswahl bietet dem Publikum eine zugängliche und relevante Perspektive auf die jüngste Geschichte Osteuropas.

            Dabei werden die Werke folgender repräsentativer KünstlerInnen gezeigt:

-       Constantin Duma, Augenzeuge der Ereignisse von 1989, dessen Fotografien zu den Meilensteinen der postkommunistischen Dokumentarkunst gehören:

-       Andrei Pandele, die Vorzeigestimme der städtischen Dissidenz;

-         Anika Șandor, eine aufstrebende Künstlerin, die die Erinnerung an den Kommunismus auf partizipative Weise erforscht;

-       Carlos Permuy, spanischer Fotograf, der eine transnationale Dimension einbringt; Camil Mihăescu, Fotograf und bildender Künstler, Universitätsdozent (West-Universtität Temeswar), spezialisiert auf alternative Fototechniken und kritische Interventionen in historischen Archiven;

-       Andreea Palade-Flondor, promovierte und bildende Künstlerin, beschäftigt sich mit Kunstvermittlung und Jugendtraining in postsozialistischen Kontexten;

-       Gabi Stamate (1958-2020), mit Werken aus der Sammlung Mihai Zgondoiu - eine Serie von Dokumentarfotos, die am 21. Dezember 1989 in Bukarest im Bereich des Magheru-Boulevards aufgenommen wurden.

            Bei dem Projekt IMAGINE.SUNET.´89, gestartet und koordiniert seit 2020 von dem Dozent Dr. Mădălin Mărienuț - welcher auch Kurator der Ausstellung ist - handelt es sich um einen interdisziplinären künstlerischen und pädagogischen Ansatz, der aus zwei Komponenten besteht: „Imagine” (dt. Bild) – Fotoausstellung, Analoge Foto-Workshops, visuelle Erforschungen – und „Sunet” (dt. Ton) – Storytelling Workshops, Multimedia-Aufführungen und dokumentarisches Theater, koordiniert von Claudia Bucsai.

            Die diesjährige Ausgabe mit dem Thema „Perspektive“, legt einen innovativen Schwerpunkt auf die kulturelle Zugänglichkeit, indem sie integrative Praktiken wie erzählende Beschreibungen, vereinfachte Sprache, Gebärdensprachdolmetschen, kulturelle Vermittlung und taktile Materialien einbezieht - eine Richtung, die durch die Zusammenarbeit mit dem Kulturverein Kabaitan in den Jahren 2023 und 2024 inspiriert wurde.

 

            Mădălin Mărienuț ist Fotograf und Gründer des kulturpädagogischen Projekts Imagine. Sunet. 89‘, Gedenkorte der Revolution. Als aktiver Teil der Künstlergemeinde in Temeswar war er Kurator für Projekte wie die Fotoausstellung „Roman Franc - Collections“ oder „David Díaz - Peru. Ewige Gegenwart.“   Er hat an nationalen und internationalen Gruppenausstellungen in Seoul, Istanbul und Athen teilgenommen. Zu seinen persönlichen Ausstellungen zählt u.a. „Indigenous“ (2013, Museum des rumänischen Bauern), „Die Morphologie der Macht“ (2019, RKI Wien), „Wounded Light“ (2021, RKI Wien) und Wounded light (2024, Camera Cluj). 2024 stellte er Werke im Unseen Amsterdam vor, zusammen mit den KünstlerInnen Irina Dumitrașcu Măgurean und Szilard Gaspar. Derzeit ist Mădălin Dozent an der Fakultät für Kunst und Design an der West-Universtität Temeswar, wo er Fotografie unterrichtet.

Florin Oprescu ist Lektor an der Westuniversität von Temeswar und außerordentlicher Lektor am Institut für Romanistik der Universität Wien. Im Dezember 2017 hat er im Bereich „Romanische Literaturen“ mit einer Arbeit über die Beziehungen zwischen Literatur und Macht, die 2018 bei De Gruyter erschienen ist, habilitiert. Er ist Autor des wissenschaftlichen Bandes „Model şi cataliză în lirica românească modernă“ (2007) und des Buchs „Der Roman und die Morphologie der Macht“ (2018), in dem er die Evolution des rumänischen Romans in Bezug auf den Diskurs von Macht und Literaturkanon analysiert. Seine wissenschaftliche Arbeit beinhaltet Forschungen über sozio-historischen Identitäten in der Europäischen Union, die Rolle des Literaturkanons und die Nutzung von Literaturpädagogie. 2020 hat er das Projekt „Quarantäne-Tagebuch“ gestartet. Dabei handelt es sich um eine Reihe von selbstreflexiven Artikeln, die während der Pandemie entstanden sind, und bei deren Übersetzung StudentInnen mitgeholfen haben. Das Projekt hatte auch soziale Zwecke, um die Bildung in benachteiligten Umgebungen zu unterstützen.

            Projekt BILD.TON.‘89, 6. Ausgabe, Perspektive: organisiert vom Kulturverein Kabaitan und finanziert von der Stadt Temeswar durch das Projektezentrum.