Hybrid Sensorium, interaktive Installation aus Rumänien bei Ars Electronica 2017 auge
7 - 11 SEPTEMBER 2017

Hybrid Sensorium, interaktive Installation aus Rumänien bei Ars Electronica 2017

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Hybrid Sensorium ‒ eine interaktive Multimedia-Installation der rumänischen Künstlerin Saint Machine (aka Marilena Oprescu Singer), wird von 7. bis 11. September 2017 beim Ars Electronica Festival in Linz, mit Unterstützung des Rumänischen Kulturinstituts in Wien, präsentiert.

„Artificial Intelligence – das andere Ich“ ist das Thema der 2017 Festivalausgabe und somit wird Linz zum Schauplatz einer spannenden und umfassenden Auseinandersetzung mit der Realität und der Vision von Artificial Intelligence. In Symposien, Ausstellungen, Performances, Workshops und künstlerischen Interventionen werden insbesondere ihre kulturelle, psychologische, philosophische und spirituelle Dimension bearbeitet. Die Frage nach dem Wesen einer zukünftigen, von uns Menschen geschaffenen Artificial Intelligence bildet dabei zugleich den Ausgangspunkt einer Reflexion über uns selbst, unsere Schwächen und unsere Stärken, kurz über das, was uns Menschen ausmacht. Bespielt werden mehrere Locations in der Innenstadt, u.a. das Ars Electronica Center, OK im OÖ Kulturquartier, die Kunstuniversität Linz, das LENTOS Kunstmuseum, das Brucknerhaus, das CENTRAL Kino und das ehemalige Post- und Paketverteilzentrum POSTCITY.

Hybrid Sensorium erforscht, wie wir unseren Körper innerhalb eines physischen Raumes wahrnehmen, der durch technologische und physische Störungen sensorisch verzerrt wird. Die Installation zielt auf den unmittelbaren körperlichen Kontakt mit den BesucherInnen ab, die dadurch emotional angreifbar werden.

Eine künstliche, permeable Membran versucht unsere biologischen Bedürfnisse anhand eines osmotischen Rituals zu konditionieren. Der Organismus testet die Bereitschaft, sich mitsamt seinem Körper einer konstruierten Umgebung zu überlassen, einer neuen Realität, die durch die Distanzierung von der objektiven Realität außer Kraft gesetzt wird. BesucherInnen können ihren Kopf in die Öffnung der Membran stecken und so in einen Hohlraum gelangen. Die Höhle reagiert in Echtzeit auf den Atem der TeilnehmerInnen und versucht sich an deren Bedürfnisse anzupassen, während die atemlosen BesucherInnen sensorische Irrwege erkunden.

Für den interaktiven 3D Inhalt der Installation hat Saint Machine mit Reniform aka Sergiu Negulici (Animation), Mitoș Micleușanu (Sound Design) und Răzvan Vasilache (Programmierung) zusammengearbeitet. „Hybrid Sensorium“ ist ein Projekt des Kulturvereins ARTMIX.

Saint Machine (Marilena Oprescu Singer, geboren am 18. September 1979) ist eine Multimediakünstlerin die mit Raumüberlappungen von innen-außen, reell-virtuell, physisch-imaginär experimentiert. Zu Ihren Projekten gehören die Installation „ACUM“ (ARCUB Gabroveni, 2016), die interaktive Multimedia-Installation „FEED ME! “ (Galateca, 2014), Playground for Animation (Cocor Media Channel, 2009) und Artmix (TNB, 2005). Sie hat verschiedene Projekte kuratiert, u.a „Metamorfoze“ (ARCUB Gabroveni, Mai – Dezember 2017), Bucharest Now – OPEN LAB (im Rahmen des Wettbewerbs Bukarest – Kulturhauptstadt Europas), die Installation „Who’s Afraid of Glass? “ des Bildhauers Ioan Nemțoi im MuseumsQuartier (Wien, 2007) und das URBAN ART Festival für Architekturprojektionen (Parlamentspalast, Universität Bukarest, Architekturuniversität „Ion Mincu“ 2007, 2008, 2009). Saint Machine war 2015 zum ersten Mal bei Ars Electronica mit dem Multimediaprojekt „FEED ME!“, welches zusammen mit Noper (Radu Pop) geschaffen wurde, anwesend. Das Rumänische Kulturinstitut hat die Teilnahme an der 2015 Ausgabe des Festivals unterstützt. Das Projekt hatte großen Erfolg und Marilena Oprescu Singer wurde anschließend in die Online-Datenbank Women in Media Arts“ des Ars Electronica Center aufgenommen. Die Installation wurde auch in Elefsina (Griechenland) präsentiert als Teil des Kulturprogrammes für die Vorbereitung des Wettbewerbes zur Kulturhauptstadt Europas 2021.

Weitere Informationen und das vollständige Programm von Ars Electronica 2017 finden Sie hier.