Temeswar in Europa: Licht der Laternen, Licht der Freiheit drama
19 FEBRUAR 2018 19:00

Temeswar in Europa: Licht der Laternen, Licht der Freiheit

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Am Montag, dem 19. Februar, um 19.00 Uhr, findet in der Hauptbücherei am Gürtel (Urban-Loritz-Platz 2a, 1070 Wien) die Veranstaltung „Temeswar in Europa: Licht der Laternen, Licht der Freiheit“ statt. Eröffnet wird der Event mit einem Beitrag von Simona Neumann (Verein „Temeswar – Kulturhauptstadt Europas 2021“) zur Stadt Temeswar/Timişoara. Es folgt ein Gespräch zwischen dem Autor und Übersetzer Ernest Wichner und dem bildenden Künstler Josef Trattner, moderiert von Norbert Mayer („Feuilleton“, „Die Presse“). Veranstalter sind: die Büchereien Wien, die Donau Lounge und der Rumänischen Kulturinstitut in Wien in Zusammenarbeit mit dem Verein „Temeswar – Kulturhauptstadt Europas 2021“, der Botschaft von Rumänien in Österreich und dem Danube Cultural Cluster

Der Event ist Teil der Vortragsreihe „Kulturhauptstädte im Donauraum – literarisch“. In den kommenden Jahren werden mehrere Städte des südöstlichen Donauraumes Kulturhauptstädte Europas: 2019 das bulgarische Plovdiv, 2020 die kroatische Hafenstadt Rijeka und 2021 Temeswar im Banat (Rumänien) und Novi Sad in der Vojvodina (Serbien). All diese Städte blicken auf eine reiche und vielfältige Kulturgeschichte zurück, die – wie selbstverständlich – auch von Mehrsprachigkeit und Multiethnizität geprägt war. Während der Literaturreise im Donauraum und Südosteuropa werden Autoren präsentiert, die mit diesen einzigartigen Kulturstädten und -regionen verbunden sind. Sie stehen mit ihren Werken oder aber mit ihrer Identität und ihrem persönlichen Schicksal sowohl für das Unverwechselbare wie auch für kulturelle Vielfalt.

Ernest Wichner, 1952 in Guttenbrunn (Zăbrani), Rumänien geboren. Zwischen 2003 und 2017 Leiter des Literaturhaus Berlin. Er hat mehrere eigene Gedichtbände, einen Prosaband und zahlreiche Übersetzungen überwiegend aus dem Rumänischen veröffentlicht. Darunter das Prosawerk von Max Blecher in drei Bänden, Norman Manea, Nora Iuga, Mircea Cărtărescu, Varujan Vosganian und Liliana Corobca. Als Übersetzer von Daniel Bănulescu erhielt er mit diesem im Jahre 2005 den Preis für Europäische Poesie der Stadt Münster.

Norbert Mayer, geboren 1958 in Fürstenfeld, war in Graz, Brüssel, Berlin und Wien als Journalist tätig, u. a. bei „Der Standard“, „Berliner Zeitung“ und „Kurier“. Seit 2003 ist er Leitender Redakteur im Feuilleton der „Presse“.

Josef Trattner, geboren 1955 in Semriach, lebt und arbeitet in Wien. Er hatte zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland. Seit 1990 beschäftigt sich Josef Trattner mit dem Material Schaumstoff; seit 1994 realisiert er unter Verwendung dieses Werkstoffs Projekte im öffentlichen Raum. Wesentliches Merkmal von Trattners Arbeiten ist die Überlagerung von kunstimmanenten Aspekten – das Verhältnis von Materialität, Form und Farbe zum Innen- und Außenraum – mit gesellschaftlichen Fragestellungen.

2012 hat Trattner das spannende Projekt Divan-Sofafahrten zu Rumänien veröffentlicht und präsentierte somit neun rumänische Städte (unter diesen auch Temeswar) die im Gespräch mit neun LiteratInnen erkundet wurden. Für seine Performance verwendet Josef Trattner von ihm selbst entworfene, leicht transportable Schaumstoffsofas. Im Sommer 2012 reiste er damit nach Rumänien, traf sich mit ansässigen oder ortskundigen Schriftstellern, führte mit ihnen Gespräche, lud sie zu Sofa-Wanderungen und -Lesungen im öffentlichen Raum ein.