CARMEN SYLVA – 180 drama
6 OKTOBER 2023

CARMEN SYLVA – 180

Ort:

Das Jahr 2023 steht unter dem Zeichen des 180-jährigen Jubiläums seit der Geburt von Königin Elisabeth von Rumänien, welche auch unter ihrem literarischen Pseudonym Carmen Sylva bekannt ist. Aus diesem Anlass organisiert der Verein für Musik, Kunst und Kultur die internationale Tournee Carmen Sylva - 180, ein Projekt, das eine außergewöhnliche Palette an literarischen und kompositorischen Arbeiten in einem großen geografischen Gebiet, darunter Rumänien, Ungarn, Österreich, Frankreich, Deutschland und Italien, beinhaltet.

Das Rumänische Kulturinstitut Wien lädt herzlich zum dritten Konzert der internationalen Tournee Carmen Sylva - 180 ein, welches am Freitag, den 6. Oktober, um 19:00 Uhr im Amtshaus Hietzing in Wien stattfindet. Organisiert wird das Event in Partnerschaft mit der Botschaft von Rumänien in der Republik Österreich. Das Konzert wird aufgeführt von Rodica Vica (Sopranistin), Adela Liculescu (Klavier) und Silvia Irina Zimmermann (Literaturhistorikerin, Übersetzerin und Illustratorin).

Programm: Kompositionen von George Enescu, Agathe Backer Gröndahl, Clara Faisst, August Bungert, Nicolae Bretan und George Stephănescu, sowie Lesungen aus den literarischen Werken der Königin Elisabeth von Rumänien, ausgewählt von Silvia Irina Zimmermann aus den deutschen Originalbänden und aus rumänischen Übersetzungen von George Coșbuc, Dimitrie A. Sturdza, Adrian Maniu und Silvia Irina Zimmermann.  

Der Eintritt ist frei. Da die Plätze im Saal begrenzt sind, bitten wir darum, Ihre Teilnahme per E-Mail an uawg(at)rkiwien.at anzumelden.

Rodica Vica ist Gastsolistin vieler Opern und Philharmonien, sowohl in Rumänien als auch im Ausland, und gilt als eine der interessantesten Stimmen ihrer Generation. Die Sopranistin feierte 2010 ihr Debüt auf der Bühne der Bukarester Oper, mit der sie seither dauerhaft zusammenarbeitet. Sie sang u.a. die Hauptrollen in „Die Zauberflöte“ (Königin der Nacht), in „Don Giovanni“ (Donna Anna) von W. A. Mozart, in „Rita“ von G. Donizetti, in „Der Barbier von Sevilla“ (Rosina) von G. Rossini und in „Alcina“ von G. Fr. Händel. Rodica Vica konnte bereits zahlreiche Preise auf nationalen und internationalen Wettbewerben ergattern: Den ersten Preis beim Internationalen Wettbewerb für Barockmusik „La Stravaganza" in Cluj-Napoca, den zweiten Preis beim Rumänischen Radiowettbewerb „Drumul spre celebritate”, den Preis für die beste musikalische Darbietung bei der „Ion Dacian" Trophäe für junge Darsteller und viele weitere. Zu Rodica Vicas aktueller künstlerischer Tätigkeit gehören die weltweite Uraufführung von George Enescus Oratorium „Strigoii“ mit dem Rundfunk Sinfonieorchester Berlin im Konzerthaus Berlin unter der musikalischen Leitung von Gabriel Bebeșelea, die „OTP Bank Gala“ in dem Bela Bartók-Müpa Saal in Budapest, „Canto Barocco“ am Teatro La Fenice, Antonio Vivaldis „Gloria“ zusammen mit der Accademia Bizantina unter der Leitung von Ottavio Dantone bei der Eröffnung des Varazdin Baroque Festivals, „La Lumiere Comique“ beim Budapest Early Music Festival und „BaRockIN' Transylvania“ mit dem Musica Ricercata Orchester, „Matthäus Passion“ von J. S. Bach unter der Leitung von Cristian Măcelaru im Bukarester Athenäum, Olivier Messiaens „Poemes pour mi“ mit der Siebenbürgischen Philharmonie unter der Leitung von Cristian Mandeal, ein Konzert während des Ödipus-Monats in London, das im Rahmen der Veranstaltungen, welche im Vorfeld der Premiere von Enescus Oper im Royal Opera House Covent Garden geplant waren, stattfand.  Weitere Informationen über die Tätigkeiten der Sopranistin Rodica Vică können Sie hier finden: www.rodicavica.com

Silvia Irina Zimmermann studierte Germanistik, Anglistik, Kunstgeschichte und Soziologie an den Universitäten Sibiu und Marburg und promovierte in deutscher Literatur an der Universität Marburg mit einer Dissertation über das literarische Werk der Königin Elisabeth von Rumänien (Carmen Sylva). 2012 initiierte sie die Gründung der Carmen-Sylva-Forschungsstelle des Fürstlich Wiedischen Archivs in Neuwied, deren ehrenamtliche Leiterin sie ist. Außerdem ist sie die Herausgeberin der Sammlung der Carmen-Sylva-Forschungsstelle (insgesamt 11 erschienene Bände). Im Jahr 2013 erhielt sie die Auszeichnung des Königshauses von Rumänien: „Den König Mihai I. Orden für Loyalität“. Sie hat zahlreiche Bände in deutscher, englischer und rumänischer Sprache über Carmen Sylva und der Zeit des Alten Reiches veröffentlicht, darunter Monografien in deutscher und rumänischer Sprache über die schriftstellerische Tätigkeit und das Leben der Königin Elisabeth von Rumänien. Des Weiteren veröffentlichte sie kollektiv-wissenschaftliche Bände und Übersetzungen von Fachartikeln aus dem Rumänischen ins Deutsche, welche die Zeit des Alten Reiches behandeln. Außerdem zählen zu ihren Werken noch die kritisch-wissenschaftliche deutsche Gesamtausgabe der Korrespondenz des Königspaares Karl I. und Elisabeth, die kritisch-wissenschaftliche deutsche Gesamtausgabe der Korrespondenz König Karls I. mit seinem Vater Fürst Karl Anton von Hohenzollern-Sigmaringen (1866-1885) und anthologische Bände literarischer Texte mit kritischer Bibliografie (in englischer und rumänischer Sprache) aus den Werken der rumänischen Königin Elisabeth und Maria. „Es ist unmöglich, den kristallinen Klang und die fließende Artikulation der Darbietung nicht zu bemerken. Sie achtet stets auf Strenge, Ausgewogenheit und Eleganz" (Michel Le Naour - Le Monde de la Musique).

Adela Liculescu - offizielle Bösendorfer Künstlerin - hat 2019 ihr Studium an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien in der Klasse von Professor Martin Hughes mit Auszeichnung abgeschlossen. Im jetzigen Augenblick macht sie ihren zweiten Master in Kammermusik an der Universität für Musik und darstellende Kunst in der Klasse von Professor Avedis Kouyoumdjian. Außerdem ist sie Doktorandin an der Universität für Musik in Graz in der Klasse von Professorin Milana Chernyavska. Adela Liculescu ist die Gewinnerin des „Prix du Piano" in Bern (Februar 2018), der ein weltweit einzigartiger Wettbewerb ist: Jedes Jahr werden aus Hunderten von Bewerbern nur vier Pianisten ausgewählt und zu einem Konzert in den Kursaal Bern eingeladen, an dessen Ende das Publikum vor Ort den Gewinner wählt. Gleichzeitig debütierte die Pianistin 2018 im Wiener Musikverein und gewann 2017 den ersten Preis bei den beiden internationalen „Brahms"-Wettbewerben: in Pörtschach gewann sie auch den Publikumspreis, der nach dem Galakonzert an einen Gewinner der Wettbewerbssektionen (Klavier / Violine / Viola / Cello / Gesang) vergeben wird, und in Detmold (Deutschland) gewann sie Spezialpreise: eine professionelle CD-Aufnahme im Konzerthaus Detmold sowie die Möglichkeit, Konzerte in Deutschland zu geben. 2017 hat sie den Yamaha Austria Preis und ein Stipendium der Schweizer Thyll-Dürr Stiftung gewonnen. Im November 2015 hat die Pianistin den ersten Preis beim Bösendorfer Wettbewerb in Wien gewonnen, bei dem sie in der Endrunde das Konzert Nr. 2 von Beethoven zusammen mit dem Wiener Kammerorchester und dem Dirigenten Stefan Vladar im Musiktheater Schönbrunn gespielt hat. Adela gab Rezitals und Konzerte mit Orchester bei den Berliner und Münchner Philharmonikern, im Bukarester Athenäum, bei St.Martin-in-the-Fields London, im Imperial Wien und im Bösendorfer Saal im Mozarthaus Wien. Weitere Informationen über die Aktivitäten der Pianistin Adela Liculescu können Sie hier finden: www.adelaliculescu.com. 

Veranstalter: Asociația pentru Muzică, Artă și Cultură (Gesellschaft für Musik, Kunst und Kultur, Bukarest). 

Förderung: Die internationale Tournee wird von der AFCN – Administrația Fondului Cultural Național (Verwaltung des Nationalen Kulturfonds) in Bukarest gefördert.

Partner und Kooperationen:

Österreichisch-Rumänische Gesellschaft

Amtshaus Hietzing