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Das Projekt 3'17”, ein innovative Kollaborationsplattform an der Schnittstelle zwischen Kunst und Wissenschaft, gegründet vom Kulturverein Marginal, wird bei der STWST48 x FOG Manifesto präsentiert, im Rahmen des prestigereichen Festivals Ars Electronica. Diese Veranstaltung, die die Ausstellungsreihe aus Rumänien seit 2024 fortsetzt, ist Teil einer internationalen Tournee, die vom Rumänischen Kulturinstitut im Rahmen des Cantemir-Programms unterstützt wird, und stellt einen innovativen interdisziplinären Ansatz für den zeitgenössischen kulturellen Diskurs vor. Die diesjährige Ausgabe der Kunstmesse Ars Electronica findet vom 3. bis 7. September in Linz statt.
Das im Jahre 2024 entstandene Projekt 3'17" wirft einen spielerischen und zugleich kritischen Blick auf den übermäßigen Gebrauch von Fachjargon in Kunst und Wissenschaft. Das Projekt veranlasste 27 Mitwirkende, darunter 15 rumänische KünstlerInnen und ForscherInnen, in Dreiergruppen zu drei Hauptthemen zu arbeiten: technologischer (Un-)Determinismus, ökologische Beziehungen in übermenschlichen Welten und gesellschaftlicher Artivismus. Es wurde eine unkonventionelle Methode angewandt, nämlich eine blinde Zusammenarbeit, bei der die KünstlerInnen zwar wussten, wer ihre PartnerInnen waren, aber nicht, was sie konkret beitrugen. Daraus ergaben sich unerwartete Harmonien oder Diskrepanzen, welche als Kritik an oberflächlichen Zusammenarbeiten zu verstehen sind. Es entstand eine Reihe von neuen, kollaborativen Audio-Video Werken, die alle eine Spielzeit von genau 3 Minuten und 17 Sekunden haben (die Durchschnittszeit eines Stücks auf beliebten Streaming-Seiten) Die Werke werden in einer physischen, interaktiven Installation gezeigt und erforschen Themen bezüglich Innovation, Ökologische Umwelt und Theorien bezüglich Medien, Ethik und Sozio-Anthropologie.
Während des Events in Linz wird ein Teil des Projektteams von 3‘17“ mit dem Publikum in der Stadtwerkstatt interagieren, in Form von Kulturvermittlungsveranstaltungen wie Führungen, Konferenzen und öffentlichen Diskussionen. Das Projekt zielt darauf ab, den Zugang zur Kultur zu demokratisieren und ein tieferes Verständnis aktueller globaler Themen zu fördern, mit dem Ziel, komplexe Forschungsergebnisse in einem zugänglichen und ansprechenden Format zu verbreiten.
Marginal ist eine gemeinnützige Kulturorganisation mit Sitz in Rumänien, die als transdisziplinäres Kollektiv arbeitet. Ihre Aufgabe ist es, Verbindungen zwischen KünstlerInnen und Fachleuten aus anderen Bereichen herzustellen, um einen kritischen Diskurs über die soziokulturellen Auswirkungen von Wissenschaft und Technologie zu ermöglichen. Marginal möchte ein kollaboratives Netzwerk errichten, das diese Bereiche mit der Öffentlichkeit verbindet, und zwar mittels eines partizipativen Ansatzes, der das traditionelle Paradigma des passiven Zuschauers in Frage stellt. Marginal glaubt an den Aufbau von Gemeinschaften und die Befähigung von Einzelpersonen, Veränderungen zu bewirken. Ihre Strategie konzentriert sich auf die Unterstützung interdisziplinärer KünstlerInnen, die Entwicklung der Infrastruktur für neue Generationen von Kulturschaffenden und die Einbeziehung der Öffentlichkeit in die kulturelle Produktion, Forschung und Verbreitung.
3’17“ wird vom Rumänischen Kulturinstitut im Rahmen des Cantemir-Programms mitgefördert, einem Finanzierungsprogramm für kulturelle Projekte im internationalen Umfeld. Das Rumänische Kulturinstitut ist nicht für den Inhalt dieses Materials verantwortlich.
Die Entstehung dieses Projekts wurde 2024 von dem Nationalen Kulturfond (AFCN) mitfinanziert.
Partner: Stadtwerkstatt, DA Lab Foundation, Radio Guerrilla, Ars Electronica Export, Französisches Institut in Rumänien, Leonardo/Olats, Österreichisches Kulturforum Bukarest.